Uhrenlexikon

bei Juwelier Mayrhofer in Linz

Jede Uhr ist ein wahres Meisterwerk der Technik. In unserem Uhrenlexikon finden Sie ausführliche Informationen über die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Uhren. Wir geben Ihnen einen Einblick in die komplexe Welt der Uhren und deren Funktionsweise. Sie haben noch weitere Fragen? Besuchen Sie uns am Linzer Hauptplatz. Unser Team an Uhrenexperten erklärt Ihnen gerne persönlich die einzelnen Funktionsweisen, Komponenten und Komplikationen Ihrer Uhr!

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Anker

Der Anker ist ein wesentliches Bauteil, der in seiner Form tatsächlich einem Schiffsanker ähnelt. Gemeinsam mit dem Hemmungsgrad wird die Energie des Federhauses an die Unruh übertragen, welche das Räderwerk bewegt. Dadurch entsteht das Ticken der Uhr.

Automatikwerk

Ein mechanisches Uhrwerk, das durch die Bewegungen des Handgelenks aufgezogen wird. Die Schwungmasse, auch Rotor genannt, zieht dabei die Zugfeder im Inneren des Gehäuses auf.

Chronograph

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Zeitschreiber“. Das nimmt die Funktion des Chronographs vorweg: er zeichnet die Zeit auf, sprich er stoppt sie. Daher wird unter Chronograph auch eine Uhr mit Stoppfunktion verstanden.

Chronometer

Ein Chronometer ist eine zertifizierte Präzisionsuhr, die in verschiedenen Positionen und Temperaturen reguliert wurde. Damit Uhren das Zertifikat „Chronometer“ bekommen können, muss in einer offiziellen und neutralen Prüfstelle das Uhrwerk über 15 Tage getestet werden. Sieben Kriterien sind für die Ausstellung des Zertifikats ausschlaggebend: der Mittelwert des täglichen Gangs, die absolute und größte Gangabweichung, die Differenz zwischen horizontalen und vertikalen Lagen, die größte Streubreite der Gänge, die Temperaturabhängigkeit und die Wiederaufnahme des Ganges.

COSC

Die Contrôle officiel suisse des chronomètres, kurz COSC, ist die offizielle Schweizer Kontrollinstanz für Schweizer Chronometer.

Digitalanzeige

Eine Digitaluhr hat keine Zeiger, sondern zeigt die Zeit mit Zahlen oder Buchstaben an.

Doppelchronograph

Der Doppelchronograph wird auch als Schleppzeiger-Chronograph bezeichnet. Er verfügt über einen zweiten Stoppzeiger, der unabhängig vom Chronozentrumzeiger gestoppt werden kann. Nach einem Zwischenstopp kann er per Tastendruck wieder eingeholt werden und gemeinsam weiterlaufen.

Drücker

Mit den am Rand des Gehäuses positionierten Drückern können Zusatzfunktionen und Komplikationen aktiviert werden. Per Fingerdruck wird so beispielsweise die Stoppuhr in Gang gesetzt.

Ewiger Kalender

Bei dieser Funktion laufen Datum, Wochentag und Monat unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Monatslängen und Schaltjahre automatisch weiter. Eine Korrektur ist erst im Jahr 2100 nötig, das eine Ausnahme im Schaltjahreszyklus des Gregorianischen Kalenders darstellt. Uhren mit Ewigem Kalender sind jedoch äußerst selten und aufwendig und werden nur in kleinen Stückzahlen angefertigt.

Faltschließe

Faltschließen sind Verschlussvarianten, die meist bei Metallgliederbändern eingesetzt werden. Uhren mit Lederband haben im Gegenzug fast ausschließlich eine Dornschließe.

Federhaus

In diesem Gehäuse sitzt die Spiralfeder. Diese aufgewickelte Zugfeder wird beim Aufziehen angespannt und speichert die Energie.

Frequenz

Die Frequenz, die sich aus den Schwingungen der Unruh ergibt, misst die Anzahl der Schwingungen in Hertz. Uhren haben normalerweise vier oder fünf Hertz. Das entspricht 28.800 oder 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. Die Schwingfrequenz bei mechanischen Uhren wird üblicherweise in Halbschwingungen angegeben.

Fliegende Sekunde

Bei Tastendruck kann der Stoppzeiger eines Chronographen automatisch auf Null gestellt werden. Danach kann eine neue Messung gestartet werden.

Gangabweichung

Die Gangabweichung ist besonders bei mechanischen Uhren wichtig. Sie beschreibt den täglichen Vor- oder Nachlauf. Uhren mit einer sehr geringen Gangabweichung werden als Chronometer bezeichnet und sind eigens zertifiziert.

Gangreserve

Als Gangreserve bezeichnet man die Zeit, die nach dem Aufziehen des Uhrwerks an Energie verbleibt, sprich wie lange das Uhrwerk läuft, bevor es erneut aufgezogen werden muss. Gängige Automatikuhren verfügen über eine Gangreserve von mindestens 48 Stunden. Die längste je erreichte Gangreserve einer Automatikuhr beträgt 31 Tage.

Hemmung

Die Hemmung besteht aus Ankerrad und Anker und sorgt dafür, dass die Energie des Federhauses nicht schlagartig, sondern schrittweise abgegeben wird. Es gibt drei Arten der Hemmung:

1. die rückführende oder rückfallende Hemmung
2. die ruhende Hemmung
3. die freie Hemmung.

Alle drei Arten sind durch vier Aufgaben miteinander verbunden:

1. um die Antriebsraft zu mäßigen
2. um die Antriebskraft nach und nach auf das Räderwerk wirken zu lassen
3. um die Kreisbewegung des Gangrades in eine Schwingung zu bringen und
4. um dem Gangregler (Unruh) die Kraft wieder zu ersetzen, die ihm durch Luftwiderstand und Reibung geraubt wurde.

Hemmungsrad

Der Hemmungsrad oder Steigrad ist der Teil des Uhrwerks, welcher sich am schnellsten bewegt.

Handaufzugswerk

Ein mechanisches Uhrwerk kann per Hand aufgezogen werden.

Index

Die Indices sind am Außenrand des Zifferblatts positioniert und repräsentieren Stunden, Minuten und Sekunden. Neben arabischen und römischen Zahlen werden für die Indices ebenso Formen, Farben und Symbole verwendet.

Jahreskalender

Eine Uhr mit dieser Komplikation zeigt das Datum an und berücksichtigt dabei automatisch die Länge der einzelnen Monate, kann jedoch nicht Schaltjahre und die Länge des Februars beachten. Daher muss bei der Uhr mit Jahreskalender einmal pro Jahr manuell nachgestellt werden.

Kaliber

Das Kaliber ermöglicht die eindeutige Zuordnung der Uhr zu einer Baureihe und ist mit dem Herstellercode versehen. Es kann auch als der Durchmesser oder die Größe des Uhrwerkes verstanden werden.

Kleine Sekunde

Die Kleine Sekunde befindet sich im Gegensatz zur Zentralsekunde dezentral auf dem Zifferblatt.

Komplikation

Funktionen, die über die Anzeige von Sekunde, Minute und Stunde hinausgehen, nennt man Komplikation. Sie bezeichnen somit sämtliche Zusatzfunktionen, die eine Uhr haben kann, wie etwa die Datumsanzeige, die Stoppfunktion, die Minutenrepetition und viele mehr.

Krone

Die Krone ist das zentrale Bedienelement der Armbanduhr. Hiermit lassen sich zum einen die Zeit und das Datum einstellen, zum anderen kann eine mechanische Uhr über die Krone aufgezogen werden.

Lumineszenz

Sind Zeiger, Indices/Indizes oder andere Elemente des Zifferblattes mit einer speziellen Leuchtschicht versehen, gibt die Lumineszenz Auskunft über deren Leuchtkraft.

Lünette

Die Lünette ist der Ring, der auf dem Gehäuse liegt und sowohl Zier- als auch technische Funktion haben kann. Für Damenuhren sind Diamantlünetten beliebt, technische Funktionen wären etwa die Tachymeterskala oder GMT-Funktion.

Minutenrepetition

Die Minutenrepetition zählt zu einer der seltensten Komplikationen: Durch das Betätigen eines Schiebehebels oder Drückers kann die Zeit akustisch wiedergegeben werden. Unterschiedliche Repetierweisen ermöglichen akustische Signale von unterschiedlicher Genauigkeit. Im Inneren des Gehäuses sind Tonfedern eingelassen, auf die ein Hammermechanismus schlägt und akustisch Stunden, Viertelstunden und Minuten angibt.

Mondphasenanzeige

Die oft auch als Mondphase oder Lunation bezeichnete Komplikation zeigt die von der Erde beobachtbaren Veränderungen der Mondphasen an. Dieser durchschnittlich 29,5 Tage dauernde Zyklus wird meist in einem Zifferblattausschnitt gezeigt, in dem eine Mondscheibe über den Nachthimmel wandert.

Opalen

Durch Versilberung, die erst mit feinem Pulver bestreut und dann mit einer transparenten Schicht versehen wird, entsteht diese seiden schimmernde Oberflächenbeschaffenheit.

Platine

Die Komponenten des Uhrwerks werden auf einer Platine montiert. Diese dünnen, flachen Teile sind aus Messing oder Neusilber gefertigt. Ihre Oberseite ist gegen den Gehäuseboden gerichtet, die Unterseite wird Zifferblattseite genannt.

Quarzuhr

Bei Quarzuhren gibt ein Quarzoszillator den Takt vor. Quarzuhren sind sowohl mit analoger als auch digitaler Zeitanzeige erhältlich.

Räderwerk

Oft werden so alle in einem mechanischen Uhrwerk enthaltenen Zahnrad-Getriebestufen zusammenfassend bezeichnet. Also alle Räder und Triebe, welche die Kraft vom Federhaus auf das Hemmungsrad übertragen.

Retrogerade Anzeige

Bei dieser Art der Anzeige läuft der Zeiger gegen den Uhrzeigersinn. Die Indikatoren am Zifferblatt sind nicht kreisförmig angeordnet und der Zeiger muss ab einem gewissen Punkt auf 0 zurückspringen. Es können Stunden, Minuten oder auch das Datum angezeigt werden.

Repetition

Die Repetition gibt akustische Signale in unterschiedlichen Intervallen ab – von der einfachen Viertelrepetition, die nur die Anzahl der Stunden und Viertelstunden schlägt, bis zur Minutenrepetition, welche Stunden, Viertelstunden und Minuten in unterschiedlichen Tonhöhen erklingen lässt.

Rotor

Der Rotor ist relativ schwer und wird durch die Bewegung des Handgelenkes in Schwung versetzt. Dadurch wird die Zugfeder aufgezogen und das Uhrwerk erhält Energie. Rotoren sind oft skelettiert oder kunstvoll verziert. In manchen Werken sind sie sehr klein in das Werk eingelassen – dann spricht man von Minirotoren.

Service

Uhren sollten einer regelmäßigen Reinigung und Prüfung unterzogen werden, sodass sie möglichst lange in gutem Zustand bleiben. Zum Service zählen Revision, Reinigung, Austausch verschlissener Teile und frisches Öl. Diesen führen wir in der Uhrmacherwerkstatt von Juwelier Mayrhofer jederzeit gerne für Sie durch.

Tourbillon

Im Jahr 1801 ließ sich der Uhrmacher und Erfinder Abraham-Louis Breguet diesen Mechanismus patentieren, der Gangungenauigkeiten durch den Einfluss der Schwerkraft ausgleicht. Dabei sind der Ankermechanismus und die Unruh auf einem Drehgestell gelagert, das sich einmal pro Minute um sich selbst dreht. Heute gilt das Tourbillon als Höhepunkt der Haute Horlogerie.

Unruh

Das Herz der mechanischen Uhr ist die Unruh, welche aus Spiralfeder und geschlossenem Unruhreif besteht. Die Hemmung versetzt die Unruh in Schwingung, was wiederum zur Bewegung des Räderwerks führt. Dieses Ineinandergreifen sorgt für den konstanten Gang der Uhr.

Vollkalender

Uhren mit Vollkalender zeigen Datum, Wochentag und Monat an. Im Gegensatz zum Ewigen Kalender oder Jahreskalender muss aufgrund der verschiedenen Monatslängen manuell nachkorrigiert werden. Oftmals sind Vollkalender mit einer Mondphasenanzeige verbunden.

Wasserdichtheit

ATM oder BAR (bar) bezeichnen die Druckfestigkeit bei einem bestimmten atmosphärischen Außendruck, dem die Dichtungen des Uhrengehäuses standhalten können. Ist eine Uhr etwa wasserdicht bis zu 1 bar, so entspricht dies einer Tiefe von 10 Metern. Dies bedeutet jedoch keine Garantie dafür, dass die Uhr beim Tauchen in 10 Metern geschützt ist, sondern nur dass sie spritzwassergeschützt ist. Wir beraten Sie gerne ausführlich zum Thema Taucheruhren in unserem Geschäft am Linzer Hauptplatz!

Yachttimer

Die perfekte Uhr für begeisterte Segler ist die Yachttimer, denn sie bietet neben einer hohen Wasserdichtigkeit auch einen Yacht-Countdown sowie die Möglichkeit die Vorlaufzeiten der Regatta einzustellen.

Zähler

Bei Uhren mit Stoppfunktion, spielt der Zähler eine bedeutende Rolle. Auf dem Hilfszifferblatt werden Stunden, Minuten und Sekunden in separaten Zifferblättern gemessen und dargestellt.

Zentralsekunde

Bei Uhren mit Zentralsekunde werden die Sekundenschritte über einen in der Mitte des Zifferblatts angebrachten Zeiger indiziert. Moderne Uhrwerke sind meist für eine Zentralsekunde entwickelt, während bei älteren Konstruktionsprinzipien die Kraft mittels einer indirekten Zentralsekunde umgeleitet werden muss.

Zweite Zeitzone (GMT)

Diese Uhren ermöglichen neben der lokalen Ortszeit das Ablesen einer weiteren Zeit/Zeitzone. Die Anzeige kann dezentral als eigenes Hilfszifferblatt ausgeführt sein, oder mit einem drehbaren Ring auf dem Zifferblatt oder der Lünette (meist mit 24-Stunden-Skala).